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Insellaufserie in der Karibik

Eine Insellaufreise haben sich Denise und Mike Meinel (SC
DJK Everswinkel) in diesem Jahr als spezielle Laufveranstaltung vorgenommen.
Dabei sollte der Spaß an der ungewohnten Laufstrecke vor dem Ehrgeiz stehen.
Das Ziel sollte dabei nicht irgendeine Insel sein, sondern gleich sieben und
das in sieben Tagen. Die östliche Karibik sollte dabei das Ziel sein.

St. Thomas, Dominica, Barbados, St. Lucia, St. Kitts, St.
Maarten sowie Puerto Rico waren nacheinander zu belaufen.

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Um in so kurzer Zeit
so viele Inseln bereisen zu können, gibt es nur ein Reisemittel: ein
Kreuzfahrtschiff! Die Carnival Victory war somit die Bleibe für die
Teilnehmer
diese Reise. Organisiert wurde die Reise von einem bekannten deutschen
Ultraläufer, Björn Grass. Zusammen mit 24 weiteren Läufern und Betreuern
war
die Reisegruppe perfekt. Für Läufer interessant ist hierbei, dass zu den
Teilnehmern die Betreiber von jogmap.de, GPSies.com, Runmap.net, ein
Journalist
der Spiegel-online Kolumne „Achim Achilles“ und der Herausgeber und
Fotograf der
Zeitschrift Running gehörten. Dies führte zu vielen interessanten
"Fachgesprächen".

Doch bevor sie die Karibik erreichten, stand erst
noch die
die weite Anreise an. Von Frankfurt sollte es über New York nach San
Juan auf
Puerto Rico gehen, hier wollten sie das Kreuzfahrtschiff besteigen. Ein
heftiges Unwetter in New York sorgte für einen ungewollten
Zwischenstopp.
Sämtliche Weiterflüge wurden gestrichen und so war erst einmal eine
Übernachtung mit hunderten Fluggästen auf dem Flughafen vonnöten. Zum
Glück
ergab sich dann am nächsten Morgen die Chance, mit einem anderen Flieger
nach
San Juan zu kommen, so dass das Schiff dann doch noch rechtzeitig
erreicht
werden konnte. Das Kreuzfahrtschiff war ein Palast für fast 3.500
Passagiere
und über 1.000 Mann Besatzung. Ein Hotel der Superlative; Essen, Trinken
und
Unterhaltung rund um die Uhr. Am Sonntag Abend verließen sie San Juan
und
machten sich mit dem Schiff auf den Weg nach St. Thomas.

 

Früh Morgens stand der erste Lauf an, ein sechs km
langer
Strand- und Berglauf. Start und Ziel waren am Strand. Zwischendurch
waren
einige Anstiege zu bewältigen, die bei über 30°C und einer hohen
Luftfeuchtigkeit sehr anstrengend gewesen sind. Während des Laufens
wurden noch
einige Fotostopps eingelegt, da die Landschaft einfach atemberaubend
war. Nach
dem Zieleinlauf am Strand wurde natürlich die Chance genutzt und direkt
nach
dem Lauf ins Meer gesprungen. Dieser Strand wurde von der Zeitschrift
GEO zu
einem der zehn schönsten Stände der Welt gekürt. Um diese frühe Zeit
waren die
Läufer fast sogar die einzigen, ein Gefühl wie im Paradies. Nachmittags
wurde
die Insel zu Fuß erkundet.

Am zweiten Tag lag das Schiff vor Dominica. Hier
stand ein
6,3 Kilometer langer Berglauf an. Dominica ist durch viele Vulkane sehr
bergig.
Und so durfte Mike Meinel 300 Höhenmeter auf der kurzen Distanz
überwinden.
Denise Meinel musste an diesem Tag leider pausieren. Der Lauf führte vom
Hafen
zum Inselinneren und führte an einer herrlichen Landschaft vorbei. Neben
dem
Ziel lag ein kleiner Bach, in dem die Läufer wir uns erfrischen konnten.
Außer
ihnen war dort niemand, so dass wieder paradiesische Gefühle aufkamen.
Nachmittags wurde dann noch die Stadt Roseau erkundet.

Auf Barbados, der dritten Etappe der Reise, stand
ein 6,3
Kilometer langer Straßenlauf an. Dieser Lauf sollte der unattraktivste
sein. Er
führte zwar teilweise an einem Strand entlang, danach musste das größte
Stück
jedoch durch ein Industriegebiet zurückgelegt werden. Der folgende
Nachmittag
war da schon schöner. Bei einer Schnorcheltour sind die Läufer mit
großen
Meeresschildkröten schnorcheln gewesen. Diese mehr als einen Meter
langen Tiere
gleiten elegant durchs Wasser und ließen sich von den Zweibeinern nicht
stören.

Ein Leuchtturmlauf von acht Kilometern auf St.
Lucia
bedeutete wieder bei heißen Temperaturen und einem starken Anstieg
Anstrengung
pur. Denise Meinel musste hier leider wieder aussetzen. Die Strecke
führte über
eine Straße, die links von einem Flughafen und rechts von einem Friedhof
eingerahmt gewesen wurde. Direkt hinter dem Friedhof begann der Strand
und das
Meer. Oben auf dem Berg musste der Leuchtturm umrundet werden und dann
ging es
die gleiche Strecke wieder zurück. Nachmittags war dann Relaxen an einem
wundervollen Strand angesagt. Die Hinreise wurde per Taxi, die Rückreise
mit
einem Boot zurückgelegt. Nur ein Luxusresort und ein paar Yachten waren
die
Nachbarn.

Fünf Kilometer auf St. Kitts läuteten am nächsten
Tag den
Morgen ein. Vom Hafen ging es hier wieder über einige heftige Anstiege
zu einem
wundervollen Strand, der um diese Uhrzeit noch verlassen war. Für die
Läufer
hatte eine Strandkneipe extra um diese frühe Zeit geöffnet. Der
Running-Fotograf war von der Kulisse mehr als angetan. Für die
Mai-Ausgabe ist
ein Artikel geplant und hier konnte er die perfekten Bilder finden. Den
Nachmittag sind sie einem Taxi zu einer alten englischen Festungsanlage
aus dem
Jahr 1690 gefahren. 300 Meter über dem Meeresspiegel hatte man einen
wunderbaren Blick auf die Insel und konnte die Geschichte der
Kolonialisierung
dieser Insel förmlich mit Händen greifen.

St. Maarten als Teil der EU war das nächstes Ziel,
allerdings nicht der französische Teil (in dem übrigens mit EURO gezahlt
wird),
sondern der niederländische. Der sechs Kilometer lange Strandlauf führte
natürlich an einem wunderbaren Strand entlang. Flankiert von vielen
einladenden
Strandkneipen (die aber zu dieser frühen Zeit noch nicht geöffnet
waren),
musste im weiteren Verlauf wieder ein Anstieg überwunden werden. Danach
ging es
durch die Innenstadt von Philippsburg, ehe die Läufer wieder am hafen
angelangt
waren. Die Temperaturen waren mit mehr als 30°C auch hier wieder hoch,
doch
hatten sie sich langsam dran gewöhnt. Nach dem Lauf stand noch ein
Highlight
an. Auf St. Maarten gibt es einen Flughafen, bei dem die Runway nur von
einem
Strand und einer kleinen Straße getrennt direkt ans Meer grenzt. Hier
kann man
hautnah miterleben, wie Jets und Jumbos landen. Die Flugzeuge sind damit
zum
Greifen nah. Ebenso kann man startenden Flugzeugen zuschauen und sogar
wenige Meter
hinter den Turbinen am Zaun stehen (natürlich auf eigene Gefahr). Damit
war ein
Extrempeeling möglich!

An dem Abend erfolgte auch die Siegerehrung. Denise
Meinel
kam leider nicht in die Wertung, da sie nicht alle Läufe absolviert hat.
Anders
bei Mike meinel, der sich über den dritten Platz in der Männerwertung
freuen
konnte.

Die Kreuzfahrt war nun zu Ende, doch stand als
letztes
Laufziel noch der Regenwald von Puerto Rico an. Im El Yunque war ein
sechs
Kilometer langer Berglauf als Abschluss zu bewältigen. Davon drei
Kilometer
bergauf und wieder drei Kilometer hinunter. Leider hatten Denise und
Mike
Meinel die Klimaanlagen zugesetzt, so dass sie hier wegen Erkältung auf
einen
Start verzichten mussten. Die anderen Läufer waren jedoch begeistert von
der
Strecke.

Drei weitere Tage konnten sie nun noch in San Juan
bleiben
und dabei die lateinamerikanische Lebenslust erleben sowie die spanische
Kolonialzeit im Stadtbild erkunden. Ein Strandtag wurde dann auch noch
eingelegt. Danach ging es wieder über New York (mit etwas Glück wurde
nach
einer erneuten Verspätung der Anschlussflug noch erreicht) nach
Frankfurt. Ein
wunderbarer Urlaub war somit vorbei, eine Laufreise in der Karibik ist
nur zu
empfehlen!

Fotos

 

-         
Denise und Mike Meinel vor dem gigantischen
Kreuzfahrtschiff

-         
Denise und Mike Meinel beim Lauf auf St.
Thomas.

-         
Mike Meinel (r.) freut sich mit zwei
Mitläufern über
die Medaille.

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