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Zwei Nachwuchsathleten der LG Ems Warendorf
traten an diesem Wochenende zu Auswärtseinsätzen an. "Sprungwunder"
Marian Brügger startete im ostwestfälischen Minden im Stabhochsprung.

Nach seinem 2,50 Meter-Sprung kurz vor den Ferien
hoffte der Elfjährige aus Everswinkel auch diesmal wieder auf einen
ähnlichen Satz. Aber schon beim Einspringen zeigten sich Probleme mit
den immer wieder wechselnden Windverhältnissen. So übersprang er die
Anfangshöhe von 2,05 Meter erst im zweiten Versuch. Nach einem glatten
Sprung über 2,15 Meter benötigte er er auch bei 2,25 Meter zwei Sprünge
zum Erfolg. Besser machte er es dann über 2,35 Meter, womit er sich
auch bereits den Sieg in der Klasse M12 gesichert hatte. Weitere Höhen
waren für ihn an diesem Tag aber leider nicht mehr drin.

Zu ihrem siebten Streich trat die zehnjährige Julia Ringel aus Milte
beim Aaseelauf in Ibbenbüren an. Bei ihren bisherigen sechs Starts in
diesem Jahr holte sie sich jeweils den Sieg bei den Schülerinnen C
(10/11 Jahre) über fünf Kilometer. Und auch diesmal konnte ihr keine
Konkurrentin das Wasser reichen, auch wenn Julia, die für die
Warendorfer SU startet, wegen eines urlaubsbedingten
Trainingsrückstandes diesmal "nur" auf einen Zeit von 25:57 Minuten kam.

Drei Nachwuchs-Toppathleten der LG Ems Warendorf traten zu einem internationalen Wettkampf im niederländischen Haaksbergen an.
Nesthäkchen Elisa Brügger (SC DJK
Everswinkel), die bei Wettkämpfen im Nachbarland schon reichlich
Erfahrungen sammeln konnte, war bei den neunjährigen Mädchen eine
Klasse für sich. Im Mehrkampf konnte sie in allen drei Disziplinen ihre
bemitleidenswerten Gegnerinnen deutlich distanzieren: Im 40 Meter
Sprint siegte sie in 6,7 Sekunden, die zwei Kilogramm schwere Kugel
stieß sie auf 6,54 Meter und im Weitsprung landete sie sogar über vier
Meter; leider war dieser Versuch jedoch leicht übergetreten, so dass
ihr hier "nur" 3,67 Meter aus dem zweitbesten Versuch gutgeschrieben
wurden.

Mit 1456 Punkten hatte sie am Ende fast 300
Punkte Vorsprung. Auch im abschließenden 1000 Meter-Lauf lag sie lange
in Führung, musste aber auf der Zielgeraden noch eine Gegnerin
passieren lassen.

Gleich gegen 16 Konkurrenten musste der 13-jährige Felix Plum (TuS
Freckenhorst) im Dreikampf antreten. Im Diskuswerfen gelang ihm mit
18,82 Meter die zweitbeste Leistung. Eine neue persönliche Bestleistung
im Hochsprung mit 1,40 Meter festigte Platz zwei. Die Topposition
konnte er im abschließenden 80 Meter-Lauf, den er in 11,3 Sekunden
absolvierte, nicht mehr erreichen, aber Silber war ihm nicht mehr zu
nehmen.
Einen überzeugenden Sieg landete er dagegen im 1000 Meter-Lauf; in
3:10,3 Minuten gelang ihm dabei wieder eine Klassezeit.
Den Sieg über 1000 Meter im Visier hatte auch Yannik Peters. Der
Elfjährige aus Everswinkel legte vom Start weg ein Höllentempo vor und
passierte die 500 Meter-Marke in 1:35 Minuten. Das hätte für eine neue
persönliche Bestleistung (bisher 3:19 Minuten) gereicht. In der zweiten
Rennhälfte musste er dann aber seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen.
Nicht nur, dass das Unternehmen neue Bestleistung nicht klappte, auf
der Zielgeraden musste er sich auch seinem ärgsten Verfolger geschlagen
und sich mit Silber zufrieden geben.
Trotzdem: fünf Medaillen bei fünf Starts, eine ähnlich optimale
Ausbeute hätte man auch den deutschen Leichtathleten in Athen gewünscht.

Zu einer Herausforderung der ganz besonderen Art
traten am Wochenende zahlreiche Leichtathleten aller Altersklassen in
Münster-Wolbeck an. Über zwei Tage verteilt mussten jeweils zehn
Disziplinen geschafft werden.

Jüngste Zehnkämpferin war die
LG-Ems-Athletin aus den Reihen des SC DJK Everswinkel, die achtjährige
Stephanie Meyberg, die gleich im Kugelstoßen mit 5,53 Meter eine gutes
Ergebnis vorlegte und vor allem am zweiten Tag mit vier persönlichen
Bestleistungen glänzte. In der Klasse W9 siegte überlegen ihnre
Vereinskameradin Elisa Brügger, die nach 1,70 Meter im Stabhochsprung
auch im Hochsprung mit 1,19 Meter überzeugen konnte, vor Julia
Gausebeck (ebenfalls SC DJK). überraschend Gold holte auch Jan Meyberg
(SC DJK) in der Klasse M10. Seine Highlights hatte er vor allem mit der
Kugel (6,14 Meter) und dem Diskus (15,24 Meter).
Ein Klasse für sich war wieder einmal Marian
Brügger (M12, SC DJK). Unter den Augen des Landestrainers Hochsprung
kam er in dieser Disziplin auf 1,40 Meter und verbesserte sich mit dem
Stab sogar auf 2,50 Meter. In der Altersklasse M13 standen gleich drei
LG-Ems-Athleten im Mittelpunkt. Felix Plum (TuS Freckenhorst) gewann
alle Einzeldisziplinen des zweiten Tages. überraschend vor allem sein
Sieg im abschließenden 1000 Meter-Lauf gegen den großen Favoriten
Fabian Wessel-Terharn (SC DJK); beide trieben sich jedoch gegenseitig
zu einer neuen Bestleistung (3:07,12 bzw. 3:07,77 Minuten). Dritter in
dieser Klasse wurde Dario Silvestri (WSU). Eine weitere Medaille für
die WSU, nämlich Silber, holte in der weiblichen Jugend B Kerstin Plum,
die besonders mit 1,30 Meter im Hochsprung überzeugen konnte.

In der Männerklasse hatte Daniel Kirsch (SC DJK) Pech, dass er sich
beim letzten Versuch des Weitsprungs eine Zerrung zuzog und danach den
Wettkampf nur noch als Zuschauer verfolgen konnte. Eine neue
Bestleistung konnte Norbert Meyberg (SC DJK) vorlegen. Sein erst vor
zwei Wochen bei den Kreismeisterschaften erzieltes Ergebnis konnte er
noch einmal um mehr als 200 Punkte steigern, wobei er sich vor allem im
läuferischen Bereich verbessert zeigte. Auch bei den Damen siegte eine
Everswinkeler Athletin. Daniela Keller zeigte sich nach überstandener
Verletzung wieder in aufsteigender Form und gewann diesen Zehnkampf
unangefochten. Ihr Vereinskamerad, die siebenjähige Stephan Luca
Aßmann, absolvierte lediglich einen Fünfkampf, den er in souveräner
Manier abspulte und sich damit in die große Gruppe der "Könige der
Athleten" einreihen konnte.

Eine ganz besondere Herausforderung für einen
Leichtathleten stellt der Zehnkampf dar. Die zwei Tage dauernde
Mehrseitigkeitsprüfung nahmen an diesem Wochenende zwei Athleten der LG
Ems Warendorf (Stammverein SC DJK Everswinkel) auf sich.

Norbert Meyberg sprintete zum Auftakt die 100
Meter zur neuen Bestleistung (13,20 Sekunden) trotz Platzregen. Gute
Resultate erzielte er auch im Weitsprung und Kugelstoßen. Im Hochsprung
hatte er sich bereits auf eine neue Bestleistung von 1,48 Meter
katapultiert und wollte sich gerade an 1,52 versuchen, als ein erneuter
Gewitterschauer zunächst für eine unfreiwillige Pause sorgte. Danach
war der Elan gebrochen, eine Höhe über 1,50 Meter muss woanders
geschafft werden. Auf der ungeliebten Stadionrunde zum Abschluss des
ersten Tages konnte Meyberg dann wieder Boden gut machen. Auch nicht
gerade zu seinen Lieblingsdisziplinen gehört der 110 Meter-Hürdenlauf
zum Auftakt des zweiten Tages. Immerhin stehen da zehn Hürden von 1,06
Meter im Weg, für den gerade 1,75 Meter großen Athleten eine echte
Herausforderung. Aber er schaffte alle sicher und konnte dann doch
erleichtert zum Diskuswerfen übergehen., wo er sich schließlich die
Führung in der Gesamtwertung holte. Eine Zitterpartie leistete er sich
dann im Stabhochsprung, als er sowohl für 1,80 Meter als auch seine
Bestleistung 2,00 Meter jeweils drei Versuche benötigte. Auch einer der
drei Versuche über 2,10 Meter sah ganz gut aus, aber die Latte fiel
doch noch. Böige Winde machten dann die Hoffnung auf eine neue
Bestleistung mit dem Speer zunichte, aber er lag weiterhin auf
Titelkurs. Mit einem beherzten Lauf in der abschließenden Entscheidung
über 1500 Meter konnte er seine Führung erfolgreich verteidigen. Er
gewann sogar nicht nur den Kreismeistertitel in seiner Altersklasse
M35, sondern auch bei den Männern gesamt und holte sich bereits am
ersten Tag hier auch den Titel im Dreikampf.
Für den zweiten LG-Starter, Detlev Uhlenbrock, gab es ebenfalls Gold im
Zehnkampf in der Altersklasse M40.

Zum Schreckgespenst ihrer Gegnerinnen mutiert die
LG-Ems-Athletin Julia Ringel. Die zehnjährige Läuferin aus Milte, die
für den LG-Stammverein Warendorfer SU startet, holte am Sonntag bereits
ihren sechsten Saisonsieg im sechsten Rennen auf der
Fünf-Kilometer-Distanz.

Bereits im März wurde sie in Münster auf dieser
Strecke Kreismeisterin, einen Monat später verbesserte sie ihre
Bestzeit beim Sieg in Paderborn auf 24:36 Minuten. In Welver bei Soest
konnte sie dann im Mai nach einem 800-Meter-Aufgalopp die fünf
Kilometer in 24:12 Minuten gewinnen. Im Juni absolvierte sie dann zwei
Starts: zunächst in Münster-Hiltrup, wo sie ebenso die
Schülerinnen-C-Konkurrenz gewann wie acht Tage später beim Volkslauf in
Everswinkel. Am Sonntag dann der sechste Streich, diesmal auf der
anspruchsvollen Strecke in Bielefeld-Brake. Aber trotz der vielen
Steigungen ließ sie sich auch hier nicht beeindrucken und setzte sich
souverän mit fast drei Minuten Vorsprung vor der Konkurrenz durch.