Springe zum Inhalt

Westhoff und Pohlchristoph durchqueren das Paradies

Rechts und links ziehen Palmen bestandene Strände
und ein erloschener Vulkan vorbei, das Meer glänzt Türkisfarben und
über allem thront ein Himmel in schönstem Azur. Wir haben uns während
des Laufs immer wieder angeguckt und uns selbst daran erinnert, dass
wir wirklich auf Hawaii laufen. Ein phantastisches Erlebnis. Für die
Warendorferinnen Hildegard Westhoff und Elisabeth Pohlchristoph sind
die Eindrücke vom Honolulu-Marathon 2005 taufrisch.

Auch zwei Wochen nach dem Laufabenteuer sind sie
noch nicht wirklich in der winterlichen Heimat angekommen. Das Grau des
westfälischen Himmels wird von farbenfrohen Erinnerungen an die
pazifische Inselkette und den gigantischen Marathon überdeckt. Mehr als
28000 Menschen aus 42 Ländern - darunter 17 345 Japaner - begaben sich
gemeinsam mit Hildegard Westhoff und Elisabeth Pohlchristoph auf die
malerische Strecke: ein multikulturelles Sportlertreffen der besonderen
Art.

Um der großen Mittagshitze zu entgehen, erfolgte das
Startsignal bereits um fünf Uhr in der Früh. Pohlchristoph: Zunächst
wurden die Rollstuhlfahrer auf die Strecke geschickt - beklatscht und
bejubelt von uns Läufern. Ein phantastisches Feuerwerk hat den Himmel
erhellt. Wir verspürten ein Gänsehautgefühl. Danach ging es bestens
betreut von Josef Pohlchristoph auf die 42,195 Kilometer, vorbei am
weltberühmten "Waikiki Beach" und entlang am Fuß des erloschenen
Vulkans "Diamond Head". Auf dem nächsten Abschnitt, der in beide
Richtungen bewältigt werden muss, kommt es zur Begegnung mit den
schnellsten Rollstuhlfahrern und Läufern. Die Warendorferinnen, denen
mittlerweile die Sonne ins Gesicht scheint, haben genügend Luft, um die
Topathleten anzufeuern.

"Wir haben uns gewundert, dass uns
dann auf dem Rückweg noch so viele Menschen entgegengekommen sind. Nach
dem Zieleinlauf stellten wir fest, dass zirka 20000 Starter langsamer
waren als wir", erinnert sich Hildegard Westhoff. Und das, obwohl es
für die Emsstädterinnen ein reiner Lustlauf war. "Für uns ist
entscheidend, dass wir Spaß haben. Es geht uns vor allen Dingen um die
Gesundheit", betonen die beiden Läuferinnen unisono.

Elisabeth
Pohlchristoph, die Hildegard Westhoff beim Laufen in Warendorf
kennenlernte, hatte sich den Marathon auf Hawaii zum 60. Geburtstag
gewünscht. Der Wunsch ging in Erfüllung. "Ich habe sofort gesagt, ich
bin dabei", erklärt Hildegard Westhoff, die "eine ganz tolle
Freundschaft" mit Elisabeth Pohlchristoph verbindet.

Gesagt,
getan. Mit einem Spezialveranstalter flog die Gruppe um die halbe Welt
- unterbrochen durch einen mehrtägigen Aufenthalt in San Francisco.
Fast drei Wochen waren die laufenden Touristen insgesamt unterwegs. Ehe
kurz vor Ende der Reise der Marathon auf dem Programm stand, genossen
die Warendorfer die beinahe unglaublichen Gegensätze der Inselkette,
deren 130 Eilande, Korallenriffe und teilweise überflutete Felsgebilde
sich von Nordwesten bis Südosten über eine Länge von 2500 Kilometer
erstrecken. Mittlerweile hat sich eingebürgert, nur die südlichsten 20
Inseln unter der Bezeichnung Hawaii zu führen. Sieben der acht
Hauptinseln Oahu, Maui, Kauai, Big Island, Molokai, Lanai, Niihau,und
Kahoolawe sind bewohnt und bieten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.