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Wollherr gewinnt Kopf-an-Kopf-Rennen

Es war sicher eines der spannendsten Duelle des 28. Emssee-Volkslaufes am Samstag: Jürgen Scherg, der bereits viermal in Folge die Zehn-Kilometer-Distanz in Warendorf gewonnen hatte, gegen Maik Wollherr, den amtierenden Deutschen Juniorenmeister im Hindernislauf über 3000 Meter. Noch eineinhalb Kilometer vor dem Ziel lieferten sich die beiden Kontrahenten ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Am Ende fand der 43-jährige Warendorfer Scherg in dem gut 20 Jahre jüngeren Wollherr, der derzeit an der Sportschule der Bundeswehr stationiert ist, seinen Meister. So eindeutig, wie die nackten Zahlen vermuten lassen, war der Ausgang des Laufs jedoch nicht: Mit einer Zeit von 35 Minuten und einer Sekunde überquerte Scherg als Zweiter die Ziellinie. Zwar hatte er damit 28 Sekunden Rückstand gegenüber dem Sieger Maik Wollher – dieser hatte seinen Widersacher jedoch erst auf den letzten Metern abhängen können. Die Erklärung, die Scherg dafür parat hatte, klang ebenso simpel wie einleuchtend: „Er hatte einfach die jüngeren Beine“, sagte der 43-Jährige über Wollherr. Scherg durfte mit diesem Ergebnis trotzdem zufrieden sein. Schließlich war es für ihn der erste Wettkampf über die 10 000-Meter-Strecke nach einer langwierigen Verletzung. „Ich fühle mich gut. Der Fuß hat gehalten“, resümierte er.

Insgesamt gingen über 750 Läufer bei der 28. Auflage des Volkslaufes an den Start, darunter allein 410 Schüler. 70 Helfer waren am Samstagnachmittag an Start und Ziel und als Streckenposten im Einsatz. Organisiert wurde das Großereignis von der Warendorfer Sportunion und dem Stadtsportverband (SSV). „Das Wetter hat in diesem Jahr leider nicht mitgespielt. Der guten Stimmung tut das aber keinen Abbruch“, erklärte Peter Spliess von der WSU.

Für sportliche Höchstleistungen bot das wechselhafte, doch meist kühle Wetter allerdings die besten Voraussetzungen. Das dürfte auch zur guten Laune der Zuschauer beigetragen haben, denn sie sahen viele knappe Zieleinläufe: In der Halbmarathon-Distanz gewann Helmut Karwinkel (LV Oelde) mit nur zwei Sekunden Vorsprung vor seinem Vereinskollegen Manfred Grünebaum. Noch knapper war die Entscheidung bei den Damen: Dort siegte Ulrike Schmidt (Marathon Soest) mit einer Zeit von einer Stunde, 35 Minuten und 41 Sekunden vor Anita Bollweg (TSVE Bielefeld), die 30 Sekunden nach ihr das Ziel passierte.

Die meisten Läufer bei den Schülerläufen stellte die Von-Ketteler-Schule (119 Teilnehmer), die Jahr für Jahr mit der Overbergschule (106 Teilnehmer) um diesen Titel streitet. Einzelsieger bei den Schülerläufen waren Tim Röttger (VfL Sassenberg) bei den Jungen und Agnès Joksch (LSF Münster) bei den Mädchen. Neben den Lokalmatadoren gingen beim Jedermann-Lauf – den der Münchner Michael Umlauf gewann – auch viele Top-Athleten an den Start, die sich auf der 5000-Meter-Distanz für den Münster-Marathon „warmliefen“. Den weitesten Weg zum Volkslauf hatte jedoch Sven Folmer anzutreten. Der Australier war extra aus Perth eingeflogen, um einerseits Bekannte in Deutschland zu besuchen und andererseits den Halbmarathon in Warendorf zu laufen.

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Quelle und Fotos: WN 

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